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Weihnachtsmärkte und das Wetter

Ein langes Wochenende ist ins Land gegangen.

Diesem haben wir uns angeschlossen und haben eine alte römische Kolonie aufgesucht, die Colonia Claudia Ara Agrippinensium. (Mittlerweile auch Kölngenannt.) Zwar nicht zu Fuß, sondern auf den Flügeln – nicht des Löwen – desGermanen.

Cologne, bekannt durch sein – ähm riechendes – Wasser, liegt passenderweise am Rhein. Um sicherzustellen, dass voriges Wochenende genug Wasser vorhanden war, wurde dieses unpraktischerweise auch von oben bereitgestellt.

Grund genug jedenfalls, um im Imhoff-Schokoladenmuseum dem Eintüten von Lindt-Schokolade mittels einer industriellen Fertigungsstraße beizuwohnen. Sogar Schokoladehohlfiguren wurden auf dieser Anlage live hergestellt.

Aufgrund der Luftfeuchtigkeit und -temperatur entschieden wir uns anschließend gegen einen Stehimbiss und suchten ein überdachtes Plätzchen. Dieses war nicht so einfach zu finden, sind doch in der Innenstadt die Gebäude und damit die Wirtschaften traditionell klein. Dennoch konnte ein kurzer, etwa 2 Stunden andauernder, Imbiss unter einem Regenschirm eingenommen werden. Für angenehme Sitztemperatur sollte eine ökologisch unbedenkliche gasbetriebene Heizlaterne sorgen. Ökologisch unbedenklich deshalb, weil diese offensichtlich ohne Gas betrieben wurde. Bayer sei dank, blieb der Imbiss ohne weitere Folgen.

Christkindlmärkte gab es keine, bloß einige Weihnachtsmärkte. Manche davon hatten ein etwas fragwürdiges Konzept. So musste man bei diesen bezahlen, um anschließend seine Weihnachtseinkäufe bzw. seinen Punsch käuflich erwerben zu können…
Weihnachtsmärkte kann sich der geneigte Leser in etwa so vorstellen: Man nehme 20.000 Personen, etwa 25 Punsch-, Souvenir- und Kerzenstände, kombiniere diese auf der Fläche eines mittleren Domplatzes und schon hat man einen akkuraten Eindruck dieser besinnlichen Veranstaltungen.

Praktischerweise befindet sich neben dem vorhin erwähnten Domplatz der Kölner Dom und der Kölner Hauptbahnhof.
Die Nähe des Domes zum Hauptbahnhof liegt nicht etwa an der hohen Pilgertätigkeit der Deutschen, sondern ist vielmehr einer antiken Form der Städtewerbung zuzuschreiben. So wollte man sicherstellen, dass Reisende das Wahrzeichen Kölns bereits aus dem Zugabteil bewundern können. Wären Flugzeuge zur selben Zeit erfunden worden wie die Eisenbahn, würde sich auf der anderen Seite des Domes vermutlich der Flughafen Köln/Bonn befinden…

Köln ist übrigens auch die einzige Stadt, in der Kölsch hergestellt wird. Dieses kann man in der dort indigenen Lokalsprache Kölsch auch gleich bestellen. Das typische Glas Kölsch enthält nur 0.2 l, ein neues bestellen muss jedoch niemand, es wird von selbst gebracht. Dies erklärt vermutlich, warum ein Großteil des Kölsch nie Köln verlässt.

Alles in allem eine interessante und empfehlenswerte Stadt, nicht nur für Bier- und Schokoladeliebhaber…

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