Eines der klassischen Argumente von Kernkraftwerksgegnern könnte bald entkräftet werden. Die Frage der Kosten und die Modalitäten des Abrisses seien bislang ungeklärt, hieß es da.
Dies könnte sich nun bald ändern. Im schönen Ostseestädtchen Greifswald steht ein Kernkraftwerk. Davor steht zwar kein Gartenzwerg, aber jede Menge Baumanschaften. Seit 1995 wird das Kernkraftwerk Greifswald mit seinen 5 betriebsfertigen und 3 nicht fertiggestellten 408 MW Reaktorblöcken abgerissen. Im Fachjargon Rückbau genannt. Wenn die Arbeiten 2013 abgeschlossen sind, wird das erste Kernkraftwerk der Welt erfolgreich rückgebaut sein.
Bei diesen Arbeiten können erstmals Erfahrungen mit dem Rückbau solcher Anlagen gemacht werden. Dieses Wissen wird bereits beim Abwracken ausgemusterter sowjetischer Atom – U-Boote verwendet.
Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.
Die Frage der Kosten des Rückbaus sind mittlerweile ebenfalls weitgehend geklärt. Die Rückbaukosten von etwa 3 Milliarden Euro bewegen sich vermutlich in derselben Größenordnung wie die Baukosten vergleichbarer Kernkraftwerke.
Dies ist zwar kein Schnäppchen, aber immerhin eine kalkulierbare Summe.

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