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Papierlose Bücher

Die Idee vom papierlosen Büro gibt es schon länger. Bis zum heutigen Tag bleibt es Utopie.

Fast genauso lange gibt es die Idee von papierlosen Büchern (die Antike einmal außer acht gelassen). Diese erlebt gerade, nicht nur auf der Leipziger Buchmesse, eine neue Renaissance. Auf speziellen Lesegeräten sollen diese die bekannten Eigenschaften gedruckter Bücher nachempfinden, dabei jedoch durch digitale Technik Vorteile bringen.

Die Grundidee ist gut. So genannte Elektronische Bücher sind quasi gewichtslos, nur noch das Lesegerät muss mitgenommen werden. Dank sogenannter EInk Technologie liest es sich auf der Anzeigefläche des Lesegeräts beinahe wie auf (recycelten) Zeitungspapier, keine Spur mehr von Lesen am Bildschirm. Als Nebeneffekt wird auch noch Zellulose gespart. Bleibt also mehr für Klopapier übrig.

Wenn da nicht ein Haken wäre. Genauer gesagt mehrere.
Momentan verfügbare Lesegeräte überzeugen nicht gerade durch intuitive Bedienung und sind noch recht kostenintensiv. Weil die Verlage durch diese “eBooks” jede Menge Geld durch die entfallenen Druck-, Lager- und Transportkosten sparen, sind diese auch (fast) genauso teuer wie gedruckte Bücher. Ein echtes Kaufargument also.

Früher gab es vernünftige Lesegeräte beinahe ausschließlich in Amerika. Die europäische Konkurrenz hatte beim Preis ein schlagkräftiges Argument. Immerhin mehrere hundert Euro Aufpreis.

Dies hat sich nicht nenneswert geändert. 
Neu ist nur, dass nun erstmals ein Lesegerät aus Amerika (genauer gesagt eines japanischen Elektronikkonzerns) nach Europa kommt. Im Gepäck ein Einstandspreis von lediglich 300 €. Seit gestern in Deutschland erhältlich. In Österreich dauert es noch bis 3. April. Dann gibt es auch passendes Lesematerial bei einer großen Buchhandelskette.

Abzuwarten bleibt, ob dieser Preis mit den um etwa 10% sagenhaft günstigeren Büchern einen Run auslöst…

Posted in ITechnische Post, Impressionen.

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