Ein letztes Wochenende gab es noch.
Dieses habe ich natürlich gut genutzt und im Bett verbracht…Zumindest 8 Stunden lang.
Dann bin ich aufgestanden und gleich auf zu einer neuen Entdeckungsreise aufgebrochen. Schließlich habe ich den Genfer See bis jetzt nur stiefmütterlich behandelt.
Was liegt also näher, als den Genfer See zu umrunden?
Also auf ins Auto und auf der malerischen Autobahn losgefahren.
Nach ein paar Kilometern war klar, dass nur die Graphiti an den Autobahnbrücken malerische Züge aufwiesen.
Deshalb runter von der Autobahn und die Seestrasse entlang gefahren.
Im der ersten Ortschaft mit einem Château haben wir sogleich haltgemacht. Es handelte sich dabei um Côppet. Zufälligerweise war es auch die erste Ortschaft, die wir durchfahren haben. Nach ausgiebiger Besichtigung (etwa 5 Minuten) fuhren wir Richtung Lausanne weiter. Ursprünglich wollten wir jedes Château besichtigen. Nach dem 5. Château und dem 10. gefahrenen Kilometer, haben wir dieselben nur mehr aus dem Auto bewundert…
Ein letzter Stopp vor Lausanne in Nyon. Schließlich wusste ich aus meinen vorherigen Streifzügen, dass es hier ein gutes glace-lokal (gemeint ist nicht die frostige Bedienung, sondern die Eisdiele) gibt. Es geht doch nichts über eine attraktive Altstadt…
Lausanne erwies sich als eine typische schweizer Großstadt. Groß bezieht sich hier auf immerhin 120.000 Einwohner.
Dafür braucht es natürlich eine Kathedrale und – wie könnte es anders sein – ein Château. Auffällig ist in Lausanne vor allem der mediterrane Einfluss, kein einziger bunter Fensterladen.
Alle grün gestrichen…
Auf dem Weg nach Montreux hielten wir noch kurz in Vevey. Zufällig gab es ein Château zu besichtigen.
In Montreux angekommen, fiel mir als erstes, nein kein Château, sondern ein Hochhaus auf. Mit lediglich 25 Stockwerken fügt es sich harmonisch in die Altstadt ein. Der Ausblick auf den See wird dadurch kaum beeinflusst. Wahrscheinlich liegen deshalb auch alle teuren Hotels zwischen Hochhaus und See…
Beinahe hätte ich das Château übersehen, dieses versteckt sich auf der Bergkuppe (fast) hinter dem Hochhaus. Durch das Kasino und eine palmenbestückte(!) Uferpromenade fühlt man sich beinahe ans Mittelmeer versetzt. Lediglich die salzige Seeluft fehlt.
Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde haben wir hier das Seeumrundungsprojekt auf halber Strecke abgebrochen und sind nach Genf zurückgekehrt.
Damit habe ich nur die Hälfte des Sees besichtigt. Ich muss also unbedingt noch einmal zurückkehren.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

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